Kia ora,
ich schreibe euch heute das erste Mal aus Neuseeland! Nach 22 Stunden Flug und insgesamt etwa 36 Stunden Reise bin ich Donnerstag gegen 15 Uhr Ortszeit endlich in Nelson gelandet und habe meine Gastfamilie getroffen. Ich war total müde, aber unglaublich glücklich endlich da zu sein. Zuhause habe ich erstmal meine Koffer ausgepackt und mir das Haus angesehen, das ganz schön groß ist. In meinem Zimmer habe ich einen großen Kleiderschrank, ein Doppelbett, eine Kommode und einen Blick aufs Meer. Im Wohnzimmer ist ein Panoramafenster, aus dem man Stoke, das Meer und die Berge sehen kann :) Die Sonnenuntergänge hier sind wunderschön, mit ganz viel Farbe.
Am Freitag hatte ich meinen ersten Orientationday mit StudyNelson. Den Vormittag haben wir in einer Hochschule in Nelson verbracht, wo wir zuerst einige Dinge besprochen haben und danach ein Maori mit uns geredet hat. Das war wirklich unglaublich interessant, weil er einen wirklichen Einblick in das Leben der Maori geben konnte und auch allgemein sehr viele weise und intelligente Sachen von sich gegeben hat. Wir fanden es alle sehr faszinierend und die Zeit verging echt schnell. Danach hatten wir Lunch und ich habe mit ein paar anderen Mädchen aus meiner Gruppe Nelson erkundet, was einen sehr schöne und niedliche Stadt ist. Es ist aber auch sehr modern, überall gibt es freies WLAN (sogar in der Kirche), Subway, Starbucks, Frozen Yoghurt Shops lassen sich auch finden :) Also gar nicht so abgeschottet und unentwickelt, wie alle immer sagen. Die Leute hier sind alle sehr viel freundlicher, höflicher und einfach hilfsbereit. Woran ich mich noch gewöhnen muss, ist dass man immer mit "hi, how are you" begrüßt wird... Auch an Kassen und von Leuten, die einfach vorbeilaufen. Was irgendwie komisch ist, weil manche keine Antwort erwarten und man auch nicht ehrlich sein soll, sondern immer fine, good oder alright sagen soll und nicht von den Problemen des Lebens anfangen :D Anyway, nach unserer Pause sind wir zum Tahunanui Beach gefahren und haben uns in ein Beachcafé gesetzt. Der Strand ist wunderschön! Man hat links hohe Berge und rechts die Stadt, einen langen und breiten Strand und es waren kaum Wellen da.
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Tahunanui Beach |
Im Beachcafé habe ich Ginger Beer probiert und jetzt will ich es nur noch trinken :D Das schmeckt echt gut und ist typisch neuseeländisch :) Wir haben außerdem einen Brief an uns selbst mit unseren Erwartungen und Zielen geschrieben, den wir nach der Hälfte unseres Aufenthaltes wiederbekommen.
Am Samstag haben wir uns über verschiedene Themen wie Unterschiede und Schule/Dresscodes unterhalten, was ganz hilfreich war... Ich hab zum Beispiel erfahren, dass Tea in Neuseeland auch Abendessen bedeutet, was ganz hilfreich zu wissen ist :D Zu Unterschieden kann man sagen, dass die Häuser hier ganz anders sind... Weniger isoliert und Fenster nur einfach verglast, weshalb es in den Häusern ziemlich kalt im Winter ist. Heizungen sind auch eher selten in allen Räumen vorzufinden, weil die Neuseeländer Angst haben, dass ihre Häuser abbrennen... Deshalb ist es schon ziemlich kalt, aber über den Tag scheint die Sonne in mein Zimmer und es ist so nur abends und nachts kalt.
Danach waren wir in einem Bowlingcenter in Richmond bowlen, was ganz okay war (ich hab verloren haha) und haben danach das Kinderparadies gestürmt, was eindeutig sehr viel lustiger war :D
Sonntag gab es ein optionales Treffen, zu dem auch nur wenige gegangen sind, obwohl es echt wundervoll war. Wir sind einen kleinen Berg hochgelaufen zum Centre of New Zealand, was den Mittelpunkt Neuseelands markieren soll. Auch wenn das nicht genau stimmt, ist der Platz wunderschön. Man sieht einfach hohe, schneebedeckte Berge und gleichzeitig den Ozean und es ist ziemlich unbeschreiblich, wie schön das ist. Nächsten Samstag werde ich mit 2 Freundinnen nochmal dort hoch gehen und eventuell noch etwas weiter, weil das wandern echt Spaß gemacht hat und sich hier total lohnt.
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Centre of New Zealand |
Nach der Wanderung waren wir dann noch im StudyNelson Office und haben etwas Tee getrunken und erzählt, was auch ganz schön war und ich kann nochmal sagen, dass ich alle bei meiner Organisation wirklich total nett und lieb finde!
Am Montag hatte ich meinen ersten Schultag, aber dazu werde ich einen eigenen Post schreiben.
Yours aus Neuseeland,
Jenny